Es ist viel passiert!

Die Entwicklung des Krans und die seines Umfelds ist in diesem Jahr entscheidend voran gekommen. Beginnen möchte ich mit einem kurzen Beitrag über die Sanierung des Lotsekais sowie des Lotseplatzes.

Viele Entscheidungen über Veranstaltungen, Veränderungen und wichtigen Installationen am Kran waren blockiert, solange wir uns auf einer permanenten Baustelle befanden. Eine Kritik an Planung und Durchführung maßen wir uns nicht an, zu guter letzt hat der hartnäckige Winter sowieso alles durcheinander gebracht.

So einige entscheidende Dinge wurden parallel geplant und voran getrieben. Ein Stromanschluss zum Betreiben des Krans musste her, endlich keine Aggregate mehr mieten, um unabhängig agieren zu können. Ein Bühnendach mit Leinwand und Bühnentechnik für Musik und Kino am Kran. Letztendlich ist uns ein Eisenbahnwaggon durch die Firma Dierkes und Partner in den Schoß gefallen und wir haben natürlich zugegriffen. Es ist ein Schiebewandwagen der Bauart Hbis-ww 299, ein Wagentyp, der speziell bis zur Schließung 1995 im Ausbesserungswerk Hamburg-Harburg gewartet wurde. Die Firma Aug. Prien hat uns für diesen Wagen und zwei weiteren, die noch folgen sollen, eine Stellfläche längerfristig zugesichert. Das hört sich doch alles toll an und ist es auch, aber es hat Nerven gekostet.

Inzwischen ist alles sauber und aufgeräumt und ich finde, dass unser schöner gelber Kran dadurch auch gewonnen hat. Er bietet als funktionsfähiges Industriedenkmal einen sehr guten Kontrast zu seiner Umgebung. Die folgenden Fotos lasse ich unkommentiert als Stimmungsbilder stehen.

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Die IBA und der KulturKran

Für die Eröffnung der IBA im Harburger Binnenhafen wurde der Kran mit seiner Bühne als Standort gewählt. Durch die verzögerte Fertigstellung des Lotsekais war das nicht möglich und es wurde eine Bühne auf dem Lotseplatz installiert. Der KulturKran war aber immer im Bild und nicht zu übersehen! Leider hatte der lange Winter sich noch nicht zurück gezogen und das Wetter war noch etwas ungemütlich.

Die KranWerkstatt hat sich dann mit einem eigenen Programm an der Aktion 24 Std. IBA beteiligt. Auch hier hat uns das Wetter einen Strich durch die Rechnung gemacht, so dass unsere Programm-Highlights ins Wasser gefallen sind. Das Risiko bei Open-Air-Aktionen ist natürlich immer groß.

Ein Lichtblick war die Präsentation der „Inselpension“ mit dem Angebot der Übernachtung im Waggon am Kran. Dazu wurde ein extra für das Übernachtungskonzept der Pension entworfenes Bett aufgestellt. Es hat keiner übernachtet, aber damit haben wir auch nicht wirklich gerechnet. Aber es waren doch etliche Gäste an dem Konzept der beiden Betreiber interessiert, die Übernachtungen an außergewöhnlichen Orten Hamburgs anbieten, die jenseits der Hotspots liegen – der Kran gehört dazu. Wer mehr über die Inselpension erfahren möchte, hier ist ein Link auf die Seite http://www.die-inselpension.de/die-inselpension.

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Kino mit dem Bühnendach und das Hafenfest

Für das diesjährige Binnenhafenfest gab es für die KulturWerkstatt als Veranstalter und somit auch für uns als KranWerkstatt eine Überraschung. Das Bezirksamt Harburg hatte entschieden, dass ein gr0ßes Beach-Volleyball-Turnier parallel zum Hafenfest auf der Harburger Schlossinsel stattfinden soll. Viele waren skeptisch und auch empört, denn das traditionsreiche, nicht kommerzielle Binnenhafenfest zusammen mit einem gesponserten kommerziellen Sportereignis kann wohl nicht gut gehen!

Letzlich war es dann wohl doch eine Grundsatzfrage, denn ich glaube, dass wir auf der Lotsekaiseite durch den Besucherstrom zum Volleyball mehr Betrieb am Kran hatten als sonst. Der Kran wurde dank des neuen Kraftstrom-Anschlusses in regelmäßigen Abständen gedreht und viele wollten dabei sein.

Ein Höhepunkt der Aktionen am KulturKran war sicherlich der Auftritt der Gruppe Voice4Soul. Die Gruppe nutzte den Eisenbahnwaggon als geschützte Bühne und Carstens Bühnentechnik trug dazu bei, dass viele Zuschauer begeistert zuhörten. Der Waggon hat sich als Ausweichbühne bestens bewährt, aber natürlich sollen solche Konzerte eigentlich auf der Bühne unter dem Kran stattfinden, wenn Wind und Wetter es zulassen.

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Nachdem wir durch die Lieferung der bestellten Aluminium-Traversen auch unser Bühnendach und die Leinwand testen konnten haben wir nach einem gelungenen Probeaufbau kurzfristig entschieden aus der Probe einen kleinen Filmabend zu improvisieren. Eine DVD mit dem Film Mundo Grua – Welt der Krane – war bereit, und ein kleiner Beamer, Laptop und kleine Lautsprecher ebenso. Dieser Film sollte eigentlich schon vorher bei 24 Std. IBA laufen, musste aber, wie schon erwähnt, verschoben werden. Jetzt war der Zeitpunkt für die Premiere gekommen und wir haben uns nach viel Aufbauarbeit durch diesen Filmabend … Open-Air-Kino am Kran – belohnt. Alles klappte und es war einfach toll!

Wir freuen uns auf die erste öffentliche Premiere und es ist auch schon etwas in der Planung.

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