Tage der Industriekultur am Wasser – 2015

2015-07-08-tdi-2015-bildSo., 04.10.2015, 11:00 – 17:00 Uhr

Alle zwei Jahre wird diese erfolgreiche Veranstaltungen jetzt von der Metropolregion Hamburg durchgeführt. Auch in diesem Jahr wird sich die Kulturwerkstatt Harburg mit dem Kulturkran wieder daran beteiligen.

Als Zeuge eines alten Industriestandorts am Lotsekai im Hamburger Binnenhafen präsentiert sich der 1972 von Liebherr erbaute und von der Firma Mulch Güterservice betriebene gelbe Portalkran, nach denkmalgerechter Instandsetzung 2010, als betriebsbereites Industriedenkmal.

Er ist als Kulturkran mit seiner variablen Bühnentechnik heute ein Ort für besondere Veranstaltungen.

Ein historischer Schiebewandwaggon ergänzt das Kran-Ensemble auf dem Lotsekai, das noch um zwei weitere Waggons erweitert werden soll.

Das Programm bietet viele Informationen und Aktionen.

Schaukranen – Funktionsvorführungen Besichtigung und Vorführung (jeweils zur vollen Stunde) des Krans

Geschichte, Renovierung und Zukunft des Kulturkrans Fotos und Informationen im Maschinenhaus des Krans

Der Kran und die Bahn in Harburg Fotos und Informationen im Eisenbahnwaggon

Kinder malen den Kran … und dürfen mal Kranführer sein

Für das leibliche Wohl wird gesorgt.

Bild: © Metropolregion Hamburg

 

Frühshoppen

Am Sonnntag, den 13.09.2015, am Tag des offenen Denkmals gibt es neben dem musikalischen Frühschoppen auch ein „Frühshoppen“!

Aus dem alten Sponsorenbanner, dass jetzt erneuert wurde, hat Johannes Schmidt / Cover & Bags diese tollen Taschen produziert, die während der Veranstaltung am Kran erstmalig käuflich erworben werden können. Der Gewinn aus dem Verkauf kommt zu 100% in die Spendenkasse des Krans und wird für Instandhaltungskosten eingesetzt.

Jede Tasche ist ein Unikat und nur wenn man früh shoppen geht, hat man die Chance auf ein Motiv seiner Wahl.

TaschenFoto:Kranwerkstatt

Spätsommer am Kran – 2015

Gutes sollte man nicht ändern. Unter diesem Motto haben wir schon im letzten Jahr zusammen mit dem Tag des offenen Denkmals eine schöne, erfolgreiche Veranstaltung durchgeführt und möchten, dass der Spätsommer am Kran zu einer festen regelmäßig wiederkehrenden Einrichtung wird!

In diesem Jahr werden wir am Samstag, den 12.09.2015 und am Sonntag, den 13.09.2015, folgendes Programm anbieten.

Open Air Kino am Kran

Am Samstag ab 20:00 Uhr möchten wir zwei außergewöhnliche Filme auf der großen Leinwand unter dem Kran-Portal Open Air zeigen.

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MUNDO GRUA

Regie: PABLO TRAPERO

ARGENTINIEN 1999 – 90 Min. – spanisch mit englischen Untertiteln

Rulo ist ein fünfzigjähriger arbeitsloser Bauarbeiter und war in den 70er Jahren ein erfolgreicher Rockmusiker in einer allerdings kurzlebigen Band. Er braucht dringend Arbeit, auch um seine Mutter und seinen Sohn Claudio, einen angehenden Musiker, der noch immer bei ihm lebt, zu unterstützen. Als er davon hört, dass Kranführer gesucht werden, lässt er sich dazu ausbilden. Und er verliebt sich in die charmante Imbissverkäuferin Adriana. Doch der einzige Job, der für ihn übrigbleibt, nachdem aus einem zweiten Angebot nichts geworden ist, liegt tausende von Kilometern von Buenos Aires entfernt. Jetzt ist Rulo gezwungen zu wählen und sich dem Chaos zu stellen, das aus seinem Leben geworden ist.

Ein bierbäuchiger, mittelalterlicher Bauarbeiter scheint nicht gerade der typische Held für einen jungen Regisseur, um ihm seinen ersten Film zu widmen. Doch wie man sieht, hat es hat sich sehr wohl gelohnt, und Pablo Trapero liefert eines der berührendsten Porträts des Lebens in der Arbeiterklasse seit den großen Tagen des Neorealismus. Wann haben wir zuletzt einen Film mit soviel Herz gesehen? Während sich diese für uns völlig unbekannte Welt entfaltet, richtet Trapero sein Augenmerk auf die Enttäuschungen, die die argentinische Gesellschaft plagen und bietet großzügig Hoffnung für die Zukunft an. Die Laiendarsteller von Mundo Grua und sein ungeschönter technischer Stil kündigen eine neue Bewegung im argentinischen Kino an, die die frühen Hoffnungen des lateinamerikanischen Kinos der 60er Jahre erfüllen könnte. Mundo Grua zeigt den Alltag unterm Mikroskop, in Schwarzweiß, und könnte für Argentinien das sein, was Central do Brasil, in Technicolor, für Brasilien war. (B. Ruby Rieh).

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ROCKER

Regie: Klaus Lemke

Deutscher Kultfilm, Hamburg 1972

„Der 14jährige Lehrling Mark wird nach dem Tod seines Bruders aus seinem geordneten und bis dahin wohlbehüteten Leben gerissen und in die rauhe Welt der Rocker, Zuhälter und Prostituierten gestoßen. Er macht die Bekanntschaft mit dem alternden Rockerführer Gerd. Zwischen den beiden entwickelt sich ein kumpelhaftes Freundschaftsverhältnis. Ein Grossteil der Szenen wurde von Klaus Lemke nach wahren Begebenheiten geschrieben. Sie bringen die Gewalttätigkeit der Rocker und den aggressiven Hass der Bürger zum Ausdruck. In diesem Film stellen sich Rocker und Zuhälter selbst dar.“   (Bild+Funk, Januar 1972).

 

Druck

Tag des offenen Denkmals

Programm Sonntag, 13.09.2015

In diesem Jahr lautet das Motto der Veranstaltung „Handwerk Technik Industrie“ passend zur Geschichte des Krans und seiner heutigen Bedeutung als lebendiges, betriebsfähiges Kulturdenkmal.

Ab 12:00: Musikalischer Frühschoppen mit der Band „LaZZappeln“. Ihr Stilmix aus Rock’n’Roll, Blues und Country ist immer wieder ein echter Wachmacher und hat auch im letzten Jahr ihr Publikum begeistert.

12:00 – 18:00 Uhr: Der Kran kann laufend besichtigt werden mit Informationen zur Geschichte, Restauration, seiner Bedeutung als Kulturkran und betriebsfähiges Denkmal.

Nach dem musikalischem Frühschoppen wird der Kran zu jeder vollen Stunde bewegt.

Im Rahmen des Kinderprogramms können Kinder den Kran malen, eigene Kran-Buttons basteln und zur Belohnung einmal Kranführer sein.

Es wird dieses Jahr auch wieder einen Barkassenshuttle zwischen den St. Pauli Landungsbrücken und dem Kanalplatz im Harburger Binnenhafen geben. Die teilnehmenden Harburger Denkmäler sind auf der Karte eingezeichnet.

Fahrzeiten und Fahrpreise für den Barkassen-Shuttle am Sonntag, den 13.09.2015:

Fahrzeiten ab Landungsbrücken/Hafentor (neben Brücke 1) – bis Kanalplatz, Harburg: 10:30, 13:30, 16:30 Uhr

Fahrzeiten ab Kanalplatz, Harburg – bis Landungsbrücken/Hafentor (neben Brücke 1): 12:00, 15:00, 18:00 Uhr.

Fahrpreise: Einfache Fahrt 10 Euro, Hin- und Rückfahrt 15 Euro (Kinder 50%)

Fahrkartenverkauf an Bord, max. 60 Fahrgäste, Fahrzeit 75 Minuten, Barkassenbetrieb Bülow GmbH.

An beiden Veranstaltungstagen ist der Eintritt frei, die Musiker spielen „auf Hut“ und freuen sich über eine Spende. Getränke und Kulinarisches werden am Kulturkran angeboten.

 

 

Es gibt immer was zu tun!

Auch wenn wir in diesem Jahr bisher noch nicht berichtet haben, wir waren nicht untätig.

So wurde eine wichtige technische Untersuchung und Prüfung des Krans durch die Dekra eingeleitet und durchgeführt. Der Kran ist betriebsfähig und diese Prüfung wird in regelmäßigen Abständen wiederholt.

Im Rahmen der Arbeitsdienste unserer Mitglieder und mit Hilfe von ausgewiesenen Fachleuten werden die Wartungsarbeiten durchgeführt. Unser Sponsorenbanner musste ersetzt und ausgetauscht werden. Im Waggon finden so langsam viele Dinge ihren richtigen Platz und damit Kran und Waggon nicht von der wilden Natur verschluckt werden, gehört auch Gartenarbeit zu unseren wiederkehrenden Aufgaben.

Selbstverständlich gehören auch die wohlverdienten Pausen dazu.

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Spätsommer am Kran

DruckUnter diesem Motto veranstaltet die KulturWerkstatt Harburg am Kulturkran im Harburger Binnenhafen, Lotsekai, ein spätsommerliches Open Air Kultur-Wochenende vom 13.09.14 – 14.09.2014 mit musikalischer Begleitung vom Afro-Jazz bis Rock’n’Roll und Country.

Programm am Samstag, 13.09.2014

16:00 – 17:00 Uhr: DIE INSELPENSION aus Wilhelmsburg bietet „Nächte im Zeichen der Industrieromantik“. Für alle, die immer schon mal auf einem Kran übernachten wollten oder einfach neugierig sind auf das ungewöhnliche Konzept der INSELPENSION.

18:00 – 20:00 Uhr: Die Band „Bruder Schwarz“ wird dem Kulturkran mit Afro-Jazz, transkontinentalen Klängen und frechen Arrangements eine ganz besondere Atmosphäre verleihen.

Programm Sonntag, 14.09.2014

Auch in diesem Jahr präsentiert sich der Kulturkran zum „Tag des offenen Denkmals“ wieder als lebendiges Industriedenkmal. Sein leuchtendes „Mulchgelb“ entspricht ganz dem diesjährigen Thema der Veranstaltung – „Farbe“!

12:00 – 14:00 Uhr: Musikalischer Frühschoppen mit der Band „LaZZappeln“. Ihr Stilmix aus Rock’n’Roll, Blues und Country ist ein echter Wachmacher.

12:00 – 18:00 Uhr: Besichtigung, Informationen und zu jeder vollen Stunde der Kran in Bewegung.

Im Rahmen des Kinderprogramms können Kinder den Kran malen, eigene Kran-Buttons basteln und einmal Kranführer sein.

Als Überraschungsgast erwarten wir den Gaffelschoner „Undine“, der vor dem Kulturkran am Lotsekai festmachen wird.

Zum „Tag des offenen Denkmals“ wird es auch wieder einen Barkassenshuttle zwischen den St. Pauli Landungsbrücken und dem Kanalplatz im Harburger Binnenhafen geben. Die teilnehmenden Harburger Denkmäler sind auf der Karte eingezeichnet.

Fahrzeiten und Fahrpreise für den Barkassen-Shuttle am Sonntag, den 14.09.2014:

Fahrzeiten ab Landungsbrücken/Hafentor (neben Brücke 1) – bis Kanalplatz, Harburg: 10:30, 13:30, 16:30 Uhr

Fahrzeiten ab Kanalplatz, Harburg – bis Landungsbrücken/Hafentor (neben Brücke 1): 12:00, 15:00, 18:00 Uhr.

Fahrpreise: Einfache Fahrt 9,00 Euro, Hin- und Rückfahrt 13,00 Euro (Kinder 50%)

Fahrkartenverkauf an Bord, max. 60 Fahrgäste, Fahrzeit 75 Minuten, Barkassenbetrieb Bülow GmbH.

An beiden Veranstaltungstagen ist der Eintritt frei, die Musiker spielen „auf Hut“ und freuen sich über eine Spende. Getränke und Kulinarisches werden am Kulturkran angeboten.

Vom Industriekran zum KulturKran

alter Industriekran

Unter dieser Überschrift wird die KranWerkstatt in der KulturWerkstatt Harburg die Geschichte des gelben Krans im Harburger Binnenhafen in einer Fotoausstellung erzählen.

Die Geschichte des Krans ist ganz eng mit der Entwicklung der Firma Mulch verbunden. Aus einem Kohlenhof hervorgegangen, war sie fast 100 Jahre Nutzerin eines großen Firmenareals auf der Harburger Schlossinsel.

Der gelbe Liebherr-Kran wurde 1972 am Lotsekai aufgestellt und hat bis zur Betriebsverlagerung der Firma Mulch Güterservice 8,5 Mio t Güter, hauptsächlich Schüttgut, vom Wasser auf die Schiene und Straße, umgeladen. Dieser Kran war dafür in seiner aktiven Zeit ständig im Einsatz.

Der Wechsel von der Kohle zum Heizöl, die Weiterentwicklung der Güterbeförderung sowie neue städtebauliche Entwicklungen im Harburger Binnenhafen seit den 1980er Jahren und schließlich im Jahr 2006 ein Tornado, der durch den Hafen fegte, zwangen den gelben Industriekran aufs Altenteil.

Im Rahmen eines städtebaulichen Wettbewerbs 2005 plädierte das Amt für Denkmalschutz dafür, den Industriekran an seinem Standort als Erinnerung an die bisherige Nutzung zu belassen. Daraufhin übernahm die KulturWerkstatt Harburg e.V. den Kran. Seit der feierlichen Übergabe durch Frau Hanne-Lore Mulch bis heute ist viel passiert.

2009/2010 wurde der Kran mit Mitteln aus dem Städtebauprogramm „Städtebaulicher Denkmalschutz“, der Arbeit der Beschäftigten einer Qualifizierungsmaßnahme, Sponsorengeldern, viel ehrenamtlichem Engagement, Unterstützern aus Verwaltung und Kultur und zwei richtigen „Kranexperten“, die das Projekt bis heute begleiten, instand gesetzt. Der Kran wurde im November 2007 als Kulturdenkmal in die Hamburger Denkmalliste eingetragen.

beleuchtete Krankabine

Das Ziel, den Kran nicht nur als Kulisse im „maritimen Ambiente“ sondern betriebsfähig –  seit 2013 sogar wieder mit eigenem Stromanschluss – zu erhalten, ist tatsächlich erreicht. Die Fertigstellung wurde mit „HievOp!“ dem „Requiem auf die Krane“ von und mit dem Lichtkünstler Michael Batz im September 2010  gefeiert. Das war auch gleichzeitig seine Einweihung als „KulturKran“. Seitdem ist der Kran bei verschiedenen Veranstaltungen wie dem traditionsreichen Harburger Binnenhafenfest, den Tagen der Industriekultur und dem Tag des offenen Denkmals mit Besichtigungen und Vorführungen („Einmal Kranführer sein“) regelmäßig im bewegten Einsatz. Darüber hinaus gibt es ein Kulturprogramm am Kran, das noch weiter ausgebaut wird. Inzwischen hat der Kran auch wieder Gesellschaft bekommen: Ergänzt durch einen Güterwaggon ist am Lotsekai ein industriekulturelles Ensemble entstanden, das noch um zwei Waggons erweitert wird.

Der Grafiker Ernst Kopf ist Mitglied der KranWerkstatt und hat diese spannende Entwicklung fotografisch begleitet. Eine Auswahl von Fotos seiner eigenen, besonderen Sicht auf den Kran, während der Restaurierungsphase bis zur „Wiederauferstehung“ als KulturKran bis heute, zeigt die KulturWerkstatt Harburg im Rahmen dieser Foto-Ausstellung in ihren Räumen am Kanalplatz 6, 21079 Hamburg (Harburg).

Die Ausstellungseröffnung findet statt am Dienstag, den 25.03.2014, ab 18:30.

Die Ausstellung wird zwei Monate lang zu sehen sein, und zwar während der Öffnungszeiten der KulturWerkstatt Mo und Di 16-19 Uhr und Mi 16-20 Uhr sowie während der Veranstaltungen.

Die Eisenbahner-Tafel am KulturKran

Wie angekündigt haben wir zum Kulturtag am 26.10.2013 zur Eisenbahnertafel am KulturKran geladen und hofften auf rege Beteiligung. Unsere Hoffnungen wurden nicht ganz erfüllt. Das Wetter spielte mit, Kaffee und leckere Muffins standen auf der gedeckten Tafel im Waggon, die Garteneisenbahn von Spielzeug Toll war aufgebaut, unsere „Eisenbahner“ freuten sich auf interessante Gespräche, die Geschichtswerkstatt hoffte auf viele Kontakte, nur die Eisenbahner, die uns so viel erzählen sollten, trauten sich wohl nicht so richtig! Aber im Laufe des Tages fand dann doch noch so mancher ehemalige und Noch-Eisenbahner den Weg in den Binnenhafen zum Waggon am KulturKran. Am Ende des Tages waren wir doch ganz zufrieden, alles hat geklappt und ob sich der Aufwand gelohnt hat, das weiß man sowieso immer erst später. Es war ein Signal an alle, die daran Interesse haben und es werden sicher noch so manche Aktionen folgen – hoffentlich auch zwei weitere Waggons.

Jetzt folgen eine Reihe von Bildern als Impressionen von diesem Tag – viel Spaß!

Aufbau der ModelleisenbahnTafel im Waggon

Pavillon der GeschichtsWerkstattAufbau der Modelleisenbahn 2

Gespräche an der Tafel

Gespräche an der Tafel 2Blick auf den Waggon von oben

Eisenbahner-Tafel SchildStaunende Menschen vor der ModelleisenbahnModelleisenbahnanlageKinder am Wagen von Spielwaren-Toll

Eisenbahner-Tafel am Kran auf dem Harburger Kulturtag am 26. Oktober 2013

Die KranWerkstatt beteiligt sich mit einer Eisenbahner-Tafel im und am Waggon des KulturKrans am Lotsekai am Harburger Kulturtag, 26. Oktober 2013, von 12:00 – 18:00 Uhr.

Waggon und KulturKran

Eisenbahn-Kulturtag

in Zusammenarbeit mit der Geschichtswerkstatt Harburg

Tafel der Eisenbahner im Güterwaggon und eine große Garten-Eisenbahn auf dem Lotsekai

Eisenbahn in Harburg

Ausbesserungswerk, Bahnhöfe, Bahn-Betriebswerk, Stellwerke, Rangierbetriebe, Anschlußgleise, Schranken….Harburg war (und ist) als typische Industriestadt von der „Lebensader Eisenbahn“ und ihren Funktionsteilen durchzogen. Zeitweise haben über 20% der Harburger Arbeitsplätze mit der Bahn zu tun gehabt. Bahn-Geschichte und Bahn-Bewusstsein sind also ein wichtiger Mosaikstein des starken industriell geprägten Selbstbildes Harburgs!

Die Waggons am Lotsekai

Der erste von drei Waggons für das Industriekultur-Ensemble am Kulturkran, ein Schiebewand-Güterwagen vom Typ Hbis-ww 299 ist ein echter „Harburger“, denn dieser Typ wurde im Harburger Ausbesserungswerk für ganz Deutschland gewartet und verbessert. Gleichzeitig zeigt er – zusammen mit den noch zu akquirierenden Waggons – auch den Nutzungswandel im Umschlag auch der Harburger Industrie vom Stückgut über Paletten zum Container.

Eisenbahner erzählen

Der Schiebewand-Güterwagen beim Kulturkran ist Ort für eine gedeckte Tafel, an der sich Eisenbahner zusammensetzen und über all dies sprechen, fachsimpeln, Dönkes erzählen. In „zweiter Reihe“ sind alle Eisenbahn-Interessierten herzlich zum Zuhören eingeladen! Vielleicht entwickelt sich ja daraus am Lotsekai so etwas wie ein sichtbarer Ausdruck des Eisenbahn-Bewußtseins Harburgs!

Die Geschichtswerkstatt zeigt in ihrem Zelt historisches Bildmaterial und bietet das Knüpfen erster Kontakte an, um mit Zeitzeugen-Befragungen zu einer Dokumentation und Veröffentlichung der Erinnerungen zu kommen!

Auf dem Lotsekai ist die große Garten-Eisenbahn von Spielwaren-Toll aufgebaut und bietet Spannendes für Jung und Alt bei jedem Wetter. Glühwein ist auch parat!

Kontakt unter eisenbahn@kulturwerkstatt-harburg.de oder Günter Lange (ehem. Ausbildungsmeister im Ausbesserungswerk): 040-770509 oder 0157-72882229

Modelleisenbahnanlage am Kulturtag

Undine und der Kran

Hier zeigt sich, dass der KulturKran durchaus ein „richtiger Kran“ ist, der Lasten heben und ein Schiff entladen kann!

Die Undine, ein stählerner Gaffelschoner – Jahrgang 1931 – fährt als einziger kommerzieller Lastensegler in deutschen Gewässern zwischen Hörnum auf Sylt und Hamburg. Das ca 40 m lange Schiff hatte 10 Paletten Sylter Quelle – Mineralwasser – geladen und konnte seine Last nicht löschen, weil seine professionelle Entladestelle nicht zur Verfügung stand. Zwischen Torben Hass, Kapitän und Eigner der Undine, und der KranWerkstatt bestand schon ein Kontakt und den nutzte der Kapitän, um seine Schiffsladung löschen zu können. Die Undine kam in den Harburger Binnenhafen an den Lotsekai und der Kulturkran hob statt „Kulturgütern“ 10 Paletten Mineralwasser aus dem Laderaum der Undine. Für einen Kran mit seiner industriellen Vergangenheit kein Problem und alle, die von der KranWekstatt dabei waren, sind mächtig stolz auf ihren Kran!

Kran beim entladenUndine und der Kran

Hier ein Link zu einem Artikel über die Undine in der Zeit online http://www.zeit.de/2013/21/segelfrachtschiff-undine-sylt-hamburg

Tage der Industriekultur – Tag des offenen Denkmals. Was war los?

Da beide Veranstaltungen relativ kurz hintereinander stattfanden werde ich den Bericht darüber zusammenfassen.

Zu den Tagen der Industriekultur haben wir ja ein schönes Programm mit relativ viel Aufwand zusammen gestellt. Unsere Erfahrungen vom letzten Mal in 2011 ließen uns hoffen, dass wir auch dieses Jahr wieder etliche interessierte Besucher erwarten können, die gezielt zu uns kommen. Der Barkassenshuttle von den Landungsbrücken in den Binnenhafen war schon ein Risiko, das war uns bewusst. Aber dieses Angebot haben viel zu wenig Besucher genutzt! Von denen, die diese Fahrt gemacht haben, waren die meisten begeistert, es waren aber nicht genug und somit ist unsere Rechnung nicht aufgegangen.

Unsere Aktionen am Kran und der neue Eisenbahnwaggon haben bei den Besuchern viel Interesse geweckt. Die Kranfahrten haben Spaß gebracht, auch die Kinder hatten wieder ihre Freude. Das hat uns als Veranstalter wieder etwas versöhnt, denn auch auch die Musikveranstaltung war leider nicht so gut besucht, obwohl die Gruppe Brockmann & Jensen tolle Musik gemacht hat. Das Wetter war passend, mit Sonnenuntergang, nicht zu kalt und windig, nur es fehlten die Zuhörer – schade! Aber die, die dabei waren hatten Spaß an der Musik.

Die nackten Besucherzahlen – 185 geschätzt – lagen objektiv nicht so weit unter denen von 2011, aber gefühlt waren es einfach zu wenig. Wir lernen daraus und beim nächsten Mal wird alles besser!

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Am Tag des offenen Denkmals hatten wir eine andere Ausgangsposition. Diesmal war der Kran ein Objekt unter 10 teilnehmenden Denkmälern in Harburg. Somit konnten wir von höheren Besucherzahlen ausgehen, ganz besonders bei dem ebenfalls angebotenen Barkassenshuttle. Diesmal waren die Fahrgastzahlen so hoch, dass unsere Kosten gedeckt waren. Leider war uns Petrus nicht so gnädig und das Wetter war nicht so schön, aber am Ende sind 120 – 150 Besucher an einem Tag doch ganz ordentlich.

Danke an alle, die mitgeholfen haben die Programme auf die Beine zu stellen. Für das Wetter können wir ja sowieso nichts und alles andere wird von Mal zu Mal besser oder bleibt so gut wie es ist!